Zutaten
- 1 mittelgroßer Rotkohl (ca. 1 kg)
- 20 g naturbelassenes Meersalz oder Steinsalz (2 % des Kohlgewichts, ohne Jod oder Rieselhilfen)
- 1 großes Bügelglas (ca. 1,5 l Fassungsvermögen)
- 1 Fermentiergewicht oder ein kleiner, mit Wasser gefüllter Gefrierbeutel als Beschwerung
Zubereitung
- Den Rotkohl gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Die äußeren, beschädigten Blätter sowie den Strunk vollständig entfernen. Anschließend den Kohl mit einem Hobel oder scharfen Messer in dünne, gleichmäßige Streifen zerteilen.
- Die geschnittenen Kohlstreifen in eine große Schüssel umfüllen und das Meersalz gleichmäßig über die Masse verteilen. Mit kräftigen Handbewegungen etwa 5-10 Minuten durchkneten, bis der Kohl weich wird und reichlich Flüssigkeit austritt.
- Den behandelten Kohl schichtweise ins Bügelglas geben und jeden Schritt mit Druck (Faust oder Stößel) verdichten, um Hohlräume auszuschließen. Sicherstellen, dass die entstandene Salzlake den gesamten Kohl überlagert und bedeckt.
- Ein Fermentiergewicht oder einen mit Wasser gefüllten Gefrierbeutel oben auf den Kohl platzieren, um alle Streifen unter der Flüssigkeit zu halten. Das Glas verschließen und an einem Ort mit Raumtemperatur (18-22 °C) mindestens 7 Tage gären lassen. Danach in den Kühlschrank umsiedeln.
Tipps
- Fermentationsdauer: Nach 7 Tagen ist das Sauerkraut mild, nach 3-4 Wochen kräftiger im Geschmack. Den Deckel in den ersten Tagen einmal täglich kurz öffnen, damit entstehendes Gas entweichen kann.
- Histamin beachten: Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut enthalten Histamin. Mit einer kleinen Portion (1-2 EL) starten und die Verträglichkeit sorgfältig beobachten.
- Sauberkeit ist entscheidend: Alle Utensilien vor dem Start gründlich reinigen. Das verhindert unerwünschte Bakterien und sorgt für eine saubere Fermentation.