Obst

Johannisbeere

Johannisbeeren sind histaminarm und reich an Vitamin C. Ein saisonales Beerenobst für die HIT-Ernährung.

Sehr gut verträglich
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Johannisbeeren - ob rot, schwarz oder weiß - sind bei Histaminintoleranz in der Regel gut verträglich. Sie sind besonders reich an Vitamin C, was den Histaminabbau unterstützen kann. Als saisonales Sommerobst von Juni bis August bereichern sie den Speiseplan von HIT-Betroffenen.

Tipps

  • Frische Johannisbeeren in der Saison bevorzugen
  • Schwarze Johannisbeeren haben den höchsten Vitamin-C-Gehalt
  • Gut im Müsli mit Haferflocken und Heidelbeeren
  • Als Kompott oder in histaminfreundlichen Kuchen verarbeiten

Histamin-Details

Johannisbeeren enthalten kein nennenswertes Histamin und sind weder Histaminliberatoren noch DAO-Blocker. Ihr außergewöhnlich hoher Vitamin-C-Gehalt - besonders bei schwarzen Johannisbeeren - kann den Histaminabbau fördern, da Vitamin C als Cofaktor der Diaminoxidase (DAO) fungiert und zusätzlich freies Histamin im Blut abbauen kann. Die enthaltenen Anthocyane haben entzündungshemmende Eigenschaften.

Schwarze Johannisbeere: Die Vitamin-C-Bombe

Schwarze Johannisbeeren enthalten mit rund 180 mg Vitamin C pro 100 g fast dreimal so viel wie Orangen - und das ohne die bei HIT oft problematische Zitronensäure der Zitrusfrüchte. Vitamin C unterstützt den Histaminabbau doppelt: Es dient als Cofaktor der DAO und kann freies Histamin im Blut direkt oxidativ abbauen. Wer regelmäßig schwarze Johannisbeeren isst, versorgt seinen Körper mit einem der wirksamsten natürlichen DAO-Unterstützer. Rote und weiße Johannisbeeren enthalten weniger Vitamin C, sind aber ebenso histaminarm und vielseitig einsetzbar.

Anthocyane und Entzündungshemmung

Die dunkle Farbe der schwarzen Johannisbeeren kommt von Anthocyanen - sekundären Pflanzenstoffen mit starker antioxidativer Wirkung. Chronische Entzündungen im Körper können Mastzellen aktivieren und so die Histaminfreisetzung erhöhen. Eine Ernährung, die reich an Anthocyanen ist, kann diesen Kreislauf durchbrechen. Neben schwarzen Johannisbeeren liefern auch Heidelbeeren und Brombeeren Anthocyane - zusammen bilden sie eine entzündungshemmende Beerenmischung für den HIT-Alltag.

Saison nutzen und konservieren

Johannisbeeren haben von Juni bis August Saison. Da sie empfindlich sind und schnell verderben, sollten sie nach dem Kauf innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Für den Rest des Jahres lassen sie sich hervorragend einfrieren - einfach gewaschen auf einem Blech vorfrieren und dann in Beutel umfüllen. Anders als bei Trockenfrüchten steigt beim Einfrieren kein Histamingehalt. Eingemachtes Johannisbeerkompott oder -gelee (ohne Alkohol zubereitet) hält sich monatelang und ist ein histaminfreundlicher Brotaufstrich.

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