Öle & Fette
Ghee
Ghee (geklärte Butter) ist histaminfrei und laktosefrei. Ein ideales Bratfett bei Histaminintoleranz.
Ghee, auch geklärte Butter oder Butterschmalz genannt, ist bei Histaminintoleranz hervorragend verträglich. Durch das Klären werden Milcheiweiß und Laktose entfernt - übrig bleibt reines Butterfett ohne Histamin. Ghee ist hoch erhitzbar und eignet sich hervorragend zum Braten und Kochen.
Für viele HIT-Betroffene, die gleichzeitig unter Laktoseintoleranz oder Milcheiweißunverträglichkeit leiden, ist Ghee eine echte Erleichterung im Küchenalltag. Während herkömmliche Butter noch Spuren von Casein und Molkenprotein enthält, werden diese beim Klären vollständig entfernt. Das macht Ghee zu einem der sichersten Fette in der histaminarmen Ernährung - vergleichbar mit Kokosöl und Olivenöl. Mehr zur richtigen Fettwahl findest du in unserem Beitrag Histaminintoleranz: Tipps fürs Kochen.
Tipps für den Alltag
- Zum Braten bei hohen Temperaturen ideal: Rauchpunkt bei ca. 250°C, damit höher als die meisten Pflanzenöle
- Als Butterersatz für Betroffene mit Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie
- Ghee selbst herstellen: Butter bei niedriger Hitze langsam schmelzen, den weißen Schaum abschöpfen, das klare goldene Fett durch ein Tuch filtern
- Bei Raumtemperatur aufbewahren: Ghee ist durch den fehlenden Wasseranteil sehr lange haltbar (mehrere Monate)
- Über Reis, Kartoffeln oder gedünstetes Gemüse geben für nussiges Aroma
- Für empfindliche Phasen: Ghee lässt sich auch gut als einzige Fettquelle verwenden und vereinfacht die Eliminationsdiät
Histamin-Details
Ghee ist reines Butterfett, aus dem Milcheiweiß (Casein, Molkenprotein) und Milchzucker (Laktose) durch Erhitzen und Filtrieren entfernt wurden. Da Histamin an Proteine gebunden entstehen kann, reduziert die Entfernung der Milchproteine das Histaminrisiko auf praktisch null. Ghee belastet weder das DAO-Enzym (Diaminoxidase) noch regt es die Mastzellen zur Histaminfreisetzung an.
Nährstoffe und Vorteile
Ghee enthält kurzkettige Fettsäuren, insbesondere Buttersäure (Butyrat), die die Darmschleimhaut nährt und die Darmbarrierefunktion unterstützen kann. Eine intakte Darmschleimhaut ist bei Histaminintoleranz besonders wichtig, da dort das DAO-Enzym produziert wird und eine durchlässige Darmwand die Histaminbelastung erhöhen kann. Ghee liefert außerdem die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K2. Die enthaltenen konjugierten Linolsäuren (CLA) haben in Studien entzündungshemmende Eigenschaften gezeigt, was bei chronischen Entzündungsprozessen unterstützend wirken kann.
Zusammen mit Olivenöl, Kokosöl und Leinöl gehört Ghee zu den histaminarmen Fetten.
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Verträglichkeit ist individuell - teste in kleinen Mengen und beobachte deine Reaktion.