Milchprodukte

Buttermilch

Buttermilch ist ein fermentiertes Milchprodukt mit moderatem Histamingehalt. Tipps zur Verträglichkeit bei HIT.

Gut verträglich
Histaminreich milchprodukt fermentiert probiotisch

Buttermilch ist ein fermentiertes Milchprodukt, das bei Histaminintoleranz unterschiedlich vertragen wird. Die bakterielle Fermentation kann zur Bildung von Histamin und anderen biogenen Aminen führen. Manche Betroffene vertragen Buttermilch problemlos, andere reagieren empfindlich. Im Vergleich zu stark fermentierten Produkten wie Kefir oder gereiftem Käse ist die Histaminbelastung durch Buttermilch in der Regel deutlich geringer.

Tipps für den Alltag

  • In kleinen Mengen testen: mit einem halben Glas beginnen und die Reaktion über 24 Stunden beobachten
  • Frische Buttermilch bevorzugen und zügig verbrauchen: nach dem Öffnen nicht länger als 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren
  • Bei Unverträglichkeit auf Haferdrink oder frische Milch ausweichen
  • Nicht mit anderen fermentierten Produkten am selben Tag kombinieren: das Histaminfass nicht gleichzeitig von mehreren Seiten füllen
  • Buttermilch nicht als „harmlos” einstufen, nur weil sie mild schmeckt: Mild im Geschmack bedeutet nicht automatisch histaminarm
  • Im Sommer nicht als Durstlöscher in großen Mengen trinken: lieber bei einem Glas bleiben

Histamin-Details

Buttermilch entsteht als Nebenprodukt der Butterherstellung und wird anschließend mit Milchsäurebakterien fermentiert. Diese Fermentation kann zur Bildung von Histamin und anderen biogenen Aminen wie Tyramin führen. Der Histamingehalt ist in der Regel niedriger als bei lange gereiftem Käse oder Joghurt, aber höher als bei unfermentierter Milch.

Die entscheidende Frage bei Buttermilch ist, welche Bakterienstämme bei der Fermentation verwendet werden. Stämme wie Lactobacillus bulgaricus produzieren nachweislich Histamin, während andere Stämme wie Lactococcus lactis weniger problematisch sind. Leider ist auf dem Etikett selten erkennbar, welche Stämme eingesetzt wurden. Mehr über histaminfreundliche und histaminproduzierende Bakterienstämme erfährst du im Artikel über Probiotika bei HIT.

Wo Buttermilch im Milchprodukt-Ranking steht

Bei Milchprodukten gilt: Je länger die Fermentation oder Reifung, desto mehr Histamin. Buttermilch liegt in der Mitte: weniger problematisch als Joghurt, Kefir oder gereifter Käse, aber problematischer als unfermentierte Produkte wie frische Milch, Sahne oder Butter. Wer Buttermilch nicht verträgt, hat mit diesen frischen, nicht fermentierten Milchprodukten gute Alternativen.

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Verträglichkeit ist individuell. Teste neue Lebensmittel in kleinen Mengen.