Gemüse

Aubergine

Auberginen enthalten moderate Mengen Histamin und werden bei Histaminintoleranz unterschiedlich vertragen. Erfahre Details und Alternativen.

Mäßig verträglich
Histaminreich gemüse nachtschattengewächs

Auberginen gehören wie Tomaten zu den Nachtschattengewächsen und enthalten moderate Mengen Histamin. Viele Betroffene vertragen sie in kleinen Mengen, andere reagieren empfindlich. Die individuelle Toleranz variiert stark, weshalb ein vorsichtiges Austesten nach der Eliminationsphase sinnvoll ist. Anders als bei stark histaminreichen Lebensmitteln lohnt sich bei Auberginen ein gezieltes Testen, weil sie vielseitig einsetzbar sind und eine Bereicherung des Speiseplans darstellen können.

Tipps für den Alltag

  • In der Eliminationsphase zunächst meiden, aber für die Wiedereinführungsphase vormerken
  • Bei der Wiedereinführung mit einem kleinen Stück (2-3 Scheiben) testen, nicht mit anderen problematischen Lebensmitteln am selben Tag kombinieren
  • Gut durchgaren: kurzes Braten bei hoher Hitze oder Dämpfen sind die besten Zubereitungsarten bei HIT
  • Nicht aufwärmen, da der Histamingehalt wie bei vielen Gemüsesorten bei Raumtemperatur und erneuter Erwärmung steigt
  • Zucchini oder Kürbis sind gut verträgliche, histaminarme Alternativen mit ähnlicher Konsistenz
  • Reste sofort portionsweise einfrieren, nicht im Kühlschrank aufbewahren
  • Probiere stattdessen eine Kartoffel-Zucchini-Pfanne oder Gemüsesuppe

Histamin-Details

Auberginen enthalten sowohl Histamin als auch andere biogene Amine, die mit Histamin um den Abbau durch das DAO-Enzym konkurrieren. Der Histamingehalt ist moderat, kann aber bei empfindlichen Personen Beschwerden wie Hautreaktionen, Kopfschmerzen oder Verdauungsbeschwerden auslösen.

Als Nachtschattengewächs enthält die Aubergine auch Solanin, das bei manchen Menschen zusätzlich Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen kann. Wer Auberginen nicht verträgt, reagiert häufig auch empfindlich auf Tomaten und Paprika. Umgekehrt bedeutet eine Verträglichkeit von Auberginen nicht automatisch, dass auch Tomaten vertragen werden - Tomaten wirken zusätzlich als Histaminliberator und sind daher oft problematischer.

Zubereitung macht den Unterschied

Die richtige Zubereitungsart kann den Histamingehalt von Auberginen deutlich beeinflussen. Kurzes Braten bei hoher Hitze (3-4 Minuten pro Seite) ist besser als langes Schmoren, da Slow-Cooking-Methoden die Histaminbildung fördern. Auberginen vor dem Braten leicht salzen und 15 Minuten ziehen lassen - das entzieht Feuchtigkeit und verkürzt die Garzeit. Nicht marinieren, da die Standzeit bei Raumtemperatur die Histaminbildung begünstigt.

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Verträglichkeit ist individuell. Teste neue Lebensmittel in kleinen Mengen.